Der EM Pokal / The EM Trophy

Henri-Delaunay-Pokal

Warum rennen sich 24 Teams, zwei davon ein Monat lang, die Lunge aus dem Leibe? Damit sie nach erfolgreichem Finale das begehrte Häferl in die Höhe stemmen können! Und um welches Häferl geht es da? 

Henri Delaunay war der erste UEFA-Generalsekretär und wird als „geistiger Vater“ der Fußball-Europameisterschaft tituliert. Aus diesem Grund wurde der Pokal nach ihm benannt. Leider erlebte Delaunay die Umsetzung der ersten Fußball-Europameisterschaft nicht mehr. Wohl mit ein Grund, warum alle Gewinner des Pokals diesen recht hoch in den Himmel strecken, damit Henry sich das Silbertopferl etwas näher anguggen kann. 

Henri-Delaunay-Pokal

Die EM-Trophäe bleibt als Wanderpokal in ständigem Eigentum der UEFA. Sollte eine Mannschaft dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt Europameister werden, erhält der entsprechende Verband eine originalgetreue Nachbildung der Trophäe vom europäischen Fußballverband. Ansonsten dürfen Kopien, die aus der Eigeninitiative von siegreichen Fußballverbänden entstehen, maximal vier Fünftel der Originalgröße aufweisen und müssen die gut sichtbare Bezeichnung „Replika“ tragen.

Seit der Europameisterschaft 2008 wird ein neuer Pokal verliehen, der den bisherigen Henri-Delaunay-Pokal ablöste. Der neue Pokal ähnelt im Wesentlichen dem Vorgänger, ist allerdings größer und hat keinen Marmorsockel mehr, da dieser als zu schwer befunden worden war. Stattdessen wurde der silberne Boden um 18 Zentimeter vergrößert.

Der alte Pokal wurde ersetzt, einerseits um die Vergrößerung des Turniers auszudrücken und andererseits weil er der kleinste Pokal der europäischen Turniere war. Der neue Pokal wurde am 27. Januar 2006 vorgestellt und wie schon sein Vorgänger nach Henri Delaunay benannt. Entworfen wurde er von der Juwelierfirma Asprey.

Der alte Pokal wird in einer Vitrine der UEFA in Nyon ausgestellt.